Schnell zum passenden Funkgerät
Du suchst ein passendes Funkgerät, willst aber nicht erst durch technische Datenblätter wühlen? Hier findest du schnelle Einstiege zu den wichtigsten Kaufentscheidungen: SSB für mehr Möglichkeiten, günstige Geräte unter 100 €, direkte Vergleiche und einen einfachen Einstieg in den CB-Funk.
Welches Funkgerät passt zu dir?
Hier sprechen wir weniger über einzelne Geräte, sondern zuerst über den passenden Funkstandard und die erlaubten Betriebsarten. Auf dieser Seite geht es bewusst um Jedermannfunk, also um Funkanwendungen, die ohne Amateurfunkprüfung genutzt werden dürfen. Auf den Amateurfunk gehe ich nur zur Abgrenzung ein, damit klar bleibt, welche Möglichkeiten CB-Funk, PMR446 und Freenet tatsächlich bieten.
CB-Funkgeräte für Auto, Heimstation und klassischen Hobbyfunk
Der wohl bekannteste Jedermannfunk ist der CB-Funk. CB steht für Citizen Band und findet im sogenannten 11-Meter-Band statt. Seinen großen Höhepunkt hatte der CB-Funk in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Als ich 1996 mit diesem Hobby angefangen habe, war auf den damals für mich verfügbaren 40 Kanälen noch ordentlich Betrieb.
Die trockene regulatorische Theorie würde ich meinen Lesern gern ersparen. Ganz ohne geht es aber nicht. Deshalb hier kurz und verständlich zusammengefasst.
Die technischen Fakten zum CB-Funk für Deutschland*:
- Wellenlänge (Band):
- 11 Meter
- Frequenzbereich:
- 26,565 MHz bis 27,405 MHz
- Kanäle:
- 40 mit AM und SSB und 80 mit FM
- Betriebsarten:
- AM, FM, SSB (USB und LSB)
- Sendeleistung:
- AM/FM: 4 Watt und SSB: 12 Watt
Was ist in Deutschland erlaubt*:
Erlaubt sind im Rahmen der geltenden CB-Funk-Regelungen unter anderem:
- feste Stationen
- mobile Station und Handfunkgeräte
- Feststationsantennen
- Mobilantennen, zum Beispiel mit Magnetfuß
- austauschbare Antennen an Handfunkgeräten
- Betrieb ohne Anmeldung und ohne laufende Gebühren
Wichtiger Hinweis:
CB-Funk ist im Jedermannfunk besonders interessant, weil hier auch feste Stationen mit externen Antennen sowie mobile Antennenlösungen genutzt werden dürfen. Genau das macht CB-Funk für Heimstationen, Fahrzeuge** und ambitionierte Hobbyfunker so spannend.
Für wen eignet sich CB-Funk?
CB-Funk eignet sich vor allem für Menschen, die Funk nicht nur als praktische Kurzstreckenlösung nutzen möchten, sondern als echtes Hobby. Typische Anwendungen sind die Ortsrunde, mobile Funkkontakte im Auto oder LKW **, Heimstationen und natürlich das Funken von erhöhten Standorten (Bergfunken).
Eine besonders aktive Gruppe sind die Bergfunker. Sie nutzen Anhöhen, Berge oder freie Standorte, um mit vergleichsweise einfacher Technik deutlich bessere Reichweiten zu erzielen. Auch Überreichweiten und DX-Verbindungen machen den Reiz des CB-Funks aus.
Ich würde aus meiner Erfahrung sagen: Wer das Hobby Funk ernsthaft betreiben möchte, findet im CB-Funk den besten Einstieg in den Jedermannfunk.
Warum CB-Funk nicht immer ideal für Outdoor, Wandern und Notfunk ist
Mir ist bewusst, dass es dazu unterschiedliche Meinungen gibt. Trotzdem sehe ich CB-Funk nicht als beste Lösung für jeden mobilen Einsatz.
Das 11-Meter-Band ist in der Praxis recht anspruchsvoll. Gute Antennen brauchen elektrische Länge, viele Geräte sind vergleichsweise groß, und bei portablen Aufbauten spielen Stromversorgung, Gewicht und Akkulaufzeit schnell eine Rolle. Für hochmobile Einsätze, etwa Wandern, Camping, Gruppenkommunikation oder einfache Outdoor-Nutzung, sind PMR446 oder Freenet oft praktischer.
CB-Funk spielt seine Stärke eher dort aus, wo Antenne, Standort und Aufbau stimmen: im Auto**, als Heimstation, beim Bergfunken oder im klassischen Hobbyfunk.
* Die Bundesnetzagentur führt die Allgemeinzuteilung für den CB-Funk und nennt dort unter anderem die zulässigen Sendearten und Leistungen, darunter 4 Watt für AM/FM und 12 Watt PEP für SSB.
** Hinweis zur Nutzung im Fahrzeug:
Wer ein Funkgerät während der Fahrt nutzen möchte, darf das Handmikrofon nicht einfach wie früher in die Hand nehmen. In Deutschland gelten Funkgeräte im Fahrzeug als elektronische Geräte im Sinne der StVO. Für die Nutzung während der Fahrt braucht es daher eine freihändige Lösung, zum Beispiel VOX, Headset, geeignete Freisprecheinrichtung oder eine andere bedienfreie Lösung. Besonders bei CB-Funkgeräten fürs Auto oder den LKW sollte dieser Punkt direkt beim Kauf berücksichtigt werden.
PMR446 Funkgeräte für einfache Kommunikation ohne Anmeldung
Früher kannte ich diese Funkanwendung vor allem vom Babyphone. Okay, ehrlich gesagt heute auch noch. Trotzdem hat sich PMR446 in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und ist längst mehr als nur „Kinderzimmerfunk“.
PMR446 arbeitet im 70-Zentimeter-Band, kommt mit sehr wenig Sendeleistung aus und ermöglicht mit guten Geräten brauchbare Reichweiten, ohne dass man sich ständig mit lästigen Überreichweiten beschäftigen muss. Auch kleine Ortsrunden auf PMR446 waren deshalb nicht ungewöhnlich.
Bis vor Kurzem waren in Deutschland auch Mobilfunkgeräte mit fest verbundenen Mobilantennen zulässig. Das hat sich inzwischen geändert. Die Bundesnetzagentur hat die Nutzung deutlich eingeschränkt: Erlaubt sind jetzt nur noch Handfunkgeräte mit fest verbauter Antenne. Die Handsprechfunkgeräte dürfen außerdem nur im Peer-to-Peer-Modus betrieben werden, Reichweitenverlängerung, Relais- oder Repeaterbetrieb sind nicht zulässig.
Ich habe diese Einschränkung massiv kritisiert, weil ich PMR446 gerade für einfache Notfunk- und Krisenvorsorge-Anwendungen für sehr sinnvoll halte. Aber die Regelung ist nun einmal da, und deshalb muss man sie beim Kauf und Betrieb berücksichtigen.
Aber auch hier schauen wir erst einmal auf die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten.
Die technischen Fakten zu PMR446 in Deutschland
- Wellenlänge (Band):
- 70 Zentimeter
- Frequenzbereich:
- 446,000 MHz bis 446,200 MHz
- Kanäle:
- 16 analog Kanäle
- Betriebsarten:
- FM
- Sendeleistung:
- 0,5 Watt ERP
Die Bundesnetzagentur führt PMR446 als Allgemeinzuteilung im Frequenzbereich 446,0 MHz bis 446,2 MHz für die Kommunikation mit Handfunkgeräten.
Was ist in Deutschland erlaubt?
Und das ist leider nicht mehr ganz so viel wie früher. Die Bundesnetzagentur hat hier deutlich den Rotstift angesetzt.
Erlaubt sind im Rahmen der aktuellen PMR446-Regelungen unter anderem:
- Handfunkgeräte
- feste Antenne am Gerät
- 16 analoge Kanäle
- 0,5 Watt Sendeleistung
- Nutzung ohne Anmeldung und ohne laufende Gebühren
Nicht mehr sinnvoll einplanen solltest du dagegen Mobilgeräte, Außenantennen, Repeater, Relais oder andere Lösungen zur Reichweitenverlängerung.
Für wen eignet sich PMR446?
PMR446 ist eine Funkanwendung, mit der sehr kleine und handliche Geräte möglich sind. Durch die kurzen Antennen, die geringe Sendeleistung und die meist gute Akkulaufzeit eignen sich PMR446-Funkgeräte besonders für mobile Einsätze.
Typische Anwendungen sind Wandern, Camping, Outdoor-Aktivitäten, Veranstaltungen, Baustellen, Gruppenkommunikation oder das Fahren in Kolonne. Gerade dort, wo man unkompliziert und ohne große Technik miteinander sprechen möchte, ist PMR446 oft die praktischere Lösung als CB-Funk.
Ein weiterer Vorteil: Es gibt kaum Störungen durch große Überreichweiten. Störungen können zwar vorkommen, zum Beispiel durch Babyphone, Computernetzteile, Wechselrichter oder andere Nutzer im Nahbereich, aber das Band bleibt im Alltag meist recht gut nutzbar.
Für wen ist PMR446 nicht oder nicht mehr geeignet?
Für klassische Funkrunden, egal ob lokal oder regional, ist PMR446 heute nur noch eingeschränkt geeignet. Die Reichweite kleiner Handfunkgeräte ist begrenzt, und Geräte mit Außenantenne sind nicht mehr erlaubt. Damit fällt genau das weg, was früher für größere PMR-Runden interessant war.
PMR446 bleibt deshalb vor allem eine praktische Lösung für kurze bis mittlere Distanzen mit kleinen Handfunkgeräten. Dafür bekommt man solche Geräte oft schon sehr günstig, und genau das macht PMR446 für Einsteiger, Familien, Outdoor-Nutzer und einfache Kommunikationsaufgaben weiterhin attraktiv.
Freenet Funkgeräte als interessante Alternative für Handfunkgeräte
Eine weitere Funkanwendung, die viele zuerst aus dem Babyphone-Bereich kennen, ist Freenet. Auch Freenet ist eine Funkanwendung mit Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur und darf ohne Anmeldung und ohne laufende Gebühren genutzt werden. Wie bei PMR446 hat die Behörde die zulässige Nutzung in den letzten Jahren allerdings deutlich enger gefasst.
Freenet arbeitet im 2-Meter-Band und unterliegt heute ähnlichen Einschränkungen wie PMR446. Der wichtigste Unterschied: Freenet erlaubt eine höhere Sendeleistung. Statt 0,5 Watt wie bei PMR446 sind hier bis zu 1 Watt ERP zulässig. Die aktuelle Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur betrifft den Frequenzbereich von 149,01875 MHz bis 149,11875 MHz für die Sprachkommunikation mit Handsprechfunkgeräten.
Auch hier lohnt sich ein kurzer Blick auf die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten.
Die technischen Fakten zu Freenet in Deutschland
- Wellenlänge (Band):
- 2 Meter
- Frequenzbereich:
- 149,01875 MHz bis 149,11875 MHz
- Kanäle:
- 6 analog Kanäle
- Betriebsarten:
- FM
- Sendeleistung:
- 1 Watt ERP
Freenet: Was ist in Deutschland erlaubt?
Auch bei Freenet hat die Bundesnetzagentur die Nutzung inzwischen deutlich eingeschränkt. Erlaubt sind im Rahmen der aktuellen Regelungen vor allem:
- Handfunkgeräte
- feste Antenne am Gerät
- 6 analoge Kanäle
- 1 Watt Sendeleistung
- direkte Kommunikation von Gerät zu Gerät
- Betrieb ohne Anmeldung und ohne laufende Gebühren
Ortsfeste Funkstellen und klassische Mobilgeräte sind nach der neuen Allgemeinzuteilung nicht mehr vorgesehen. Der Betrieb ist auf Handsprechfunkgeräte beschränkt.
Für wen eignet sich Freenet-Funk?
Hier sind die Parallelen zu PMR446 sehr deutlich. Freenet eignet sich vor allem für mobile Kommunikation mit kompakten Handfunkgeräten. Typische Einsätze sind Outdoor-Aktivitäten, Wandern, Camping, Veranstaltungen, Gruppenkommunikation oder einfache Notfunk- und Krisenvorsorge-Szenarien im Nahbereich.
Der leichte Vorteil gegenüber PMR446 liegt im Frequenzbereich und in der höheren zulässigen Sendeleistung. Gerade in manchen Umgebungen, zum Beispiel im Wald oder in etwas schwierigerem Gelände, kann Freenet deshalb Vorteile haben. Das ist auch einer der Gründe, warum Geräte wie das Albrecht Tectalk Duo beide Funkbereiche in einem Gerät kombinieren.
Albrecht Tectalk Duo, PMR & Freenet Funkgerät, 29148, Walkie-Talkie, Schwarz *
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Für wen oder was eignet sich Freenet-Funk nicht?
Im Grunde gilt hier Ähnliches wie bei PMR446. Freenet eignet sich heute weniger für klassische lokale oder regionale Funkrunden. Dafür sind die Einschränkungen zu deutlich: Handfunkgeräte, feste Antenne und begrenzte Leistung setzen dem Ganzen klare Grenzen.
Freenet ist deshalb vor allem dann interessant, wenn du ein unkompliziertes Handfunkgerät für mobile Kommunikation suchst. Für Heimstationen, Fahrzeugfunk oder größere Funkrunden ist CB-Funk in der Regel die deutlich passendere Wahl.
Funkgerät nach Einsatzart finden
In diesem Abschnitt geht es um die typischen Einsatzarten, also zum Beispiel im Auto, zu Hause, auf dem Berg oder unterwegs. Ich gebe dir einen groben Überblick darüber, welche Geräteklassen, Funkanwendungen und welches Zubehör für den jeweiligen Einsatz sinnvoll sind.
Mit dem Funkgerät im Auto unterwegs sein
Für den Einsatz im Auto ist CB-Funk meistens die sinnvollste Wahl, weil es die einzige Jedermannfunk-Anwendung ist, bei der eine externe Antenne am Fahrzeug erlaubt ist. Gerade beim mobilen Betrieb entscheidet die Antenne oft stärker über die Reichweite als das Funkgerät selbst.
Wichtig ist außerdem die Bedienung während der Fahrt. In Deutschland darf das Funkgerät im fahrenden Betrieb nicht wie früher einfach mit einem klassischen Handmikrofon in der Hand genutzt werden. Deshalb sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass eine geeignete Freisprechlösung möglich ist, zum Beispiel über VOX, Headset oder eine andere zulässige Lösung.
Zum Einsatz kommen hier sogenannte Mobilfunkgeräte, die entweder über den Bordstromanschluss oder direkt mit der Fahrzeugbatterie verbunden werden. Da Armaturenbretter und Dashboards in modernen Fahrzeugen immer kompakter und voller werden, sind viele Mobilfunkgeräte inzwischen sehr klein gebaut. Trotzdem lassen sie sich nicht immer einfach unterbringen.
Einige Hersteller setzen deshalb auf sogenannte Blackbox-Geräte. Dabei wird die eigentliche Funktechnik versteckt eingebaut, während Display und Bedienelemente im Mikrofon sitzen. Je nach Modell ist dieses Bedienteil per Kabel oder Funk mit der Blackbox verbunden.
Als Antenne kommen entweder Magnetfußantennen oder Antennen zur festen Montage zum Einsatz. Für die beste Leistung sollte die Antenne möglichst mittig auf dem Fahrzeugdach angebracht werden. Das ist nicht immer die bequemste Lösung, bringt aber in der Praxis meist die deutlich besseren Ergebnisse.
Im LKW mit CB-Funkgerät erreichbar bleiben
Auch im LKW ist CB-Funk die naheliegendste Wahl, weil auch hier eine externe Antenne am Fahrzeug nötig und im Jedermannfunk praktisch nur beim CB-Funk zulässig ist. Dazu kommt, dass sich Kanal 9 AM seit Jahrzehnten als klassischer Truckerkanal etabliert hat. Gerade für Verkehrsinformationen, Hinweise von anderen Fahrern oder kurze Absprachen unterwegs gibt es hier noch immer die besten Chancen auf passende Gegenstellen.
Wichtig ist auch im LKW die Bedienung während der Fahrt. Das Funkgerät sollte so genutzt werden können, dass keine klassische Handmikrofon-Bedienung während der Fahrt nötig ist. Eine geeignete Freisprechlösung, zum Beispiel über VOX, Headset oder eine andere zulässige Lösung, sollte deshalb beim Kauf direkt mitgedacht werden.
In vielen LKWs sind CB-Funkgeräte entweder bereits eingebaut oder der Platz dafür ist zumindest vorbereitet. Häufig sind dann auch Stromversorgung und Antennenkabel schon vorhanden. Da das LKW-Bordnetz in der Regel mit 24 Volt arbeitet, sollte darauf geachtet werden, dass das CB-Funkgerät für diese Spannung geeignet ist oder passend versorgt wird. Für viele Geräte gibt es außerdem passende Einbaurahmen, wodurch die Montage deutlich einfacher wird.
Für den LKW empfehlen sich Antennen mit fester Montage sowie robuste Edelstahl- oder Flexstrahler. Meiner Erfahrung nach sind Antennen oft bereits ab Werk verbaut oder zumindest vorbereitet. Eine Montage am Spiegel halte ich mit Blick auf das Abstrahlverhalten eher für eine Notlösung. Wenn möglich, ist das Dach klar vorzuziehen, weil die Antenne dort in der Regel deutlich besser arbeiten kann.
Zuhause eine eigene Heimstation aufbauen
Eines der wichtigsten Themen im Funk ist die Heimstation. Denn was gibt es Schöneres, als das Hobby direkt von zu Hause aus betreiben zu können? Gerade hier gilt aber mehr als irgendwo sonst: Lage ist alles.
Entscheidend ist, wie frei der eigene Standort ist. Steht das Haus auf einer Anhöhe oder im Tal? Ist die Umgebung stark bebaut oder bewachsen? Darf eine Hochantenne auf dem Dach montiert werden oder bleibt nur eine Balkonantenne? All diese Faktoren beeinflussen die Reichweite oft stärker als das Funkgerät selbst. Für eine Heimstation ist deshalb in den meisten Fällen CB-Funk die sinnvollste Wahl.
Früher hatten viele Hersteller mindestens eine echte Heimstation im Programm. Diese Geräte unterschieden sich von Mobilfunkgeräten vor allem durch ein integriertes, stabilisiertes Netzteil, ein größeres Gehäuse und oft einen Frontlautsprecher. Technisch waren sie einem Mobilfunkgerät aber sehr ähnlich. Heute gibt es kaum noch klassische CB-Heimstationen. Stattdessen werden meist kompakte Mobilfunkgeräte mit einem passenden Netzteil als Heimstation betrieben.
Für den stationären Betrieb lohnt sich ein Blick auf Geräte mit SSB, da diese Betriebsart besonders im DX-Betrieb häufig genutzt wird. Wer also nicht nur in der Ortsrunde funken möchte, sondern auch weiter entfernte Stationen erreichen will, sollte SSB direkt mit einplanen.
Wichtig ist außerdem die Verbindung zwischen Funkgerät und Antenne. Ein stabilisiertes Netzteil oder ein geeigneter Akku versorgt das Gerät, während ein hochwertiges 50-Ohm-Koaxialkabel, gute PL-Stecker und möglichst kurze, saubere Kabelwege für eine verlustarme Verbindung sorgen.
Bei der Antenne gilt grob: Je höher und freier sie steht, desto besser arbeitet sie. Ob Lambda 5/8, Lambda 1/2 oder eine kürzere Balkonantenne sinnvoll ist, hängt stark vom Standort und vom geplanten Einsatz ab. Wer auf dem Berg oder in freier Lage wohnt, kann andere Antennen nutzen als jemand im Tal oder in dichter Bebauung. Genau deshalb sollte die Heimstation immer als Gesamtsystem aus Funkgerät, Stromversorgung, Kabel, Antenne und Standort betrachtet werden.
Beim Bergfunken mehr Reichweite aus dem Funkgerät holen
Bergfunken ist ein besonderer Teil des Hobbys und macht aus meiner Sicht vor allem mit CB-Funk richtig Freude. Der erhöhte Standort sorgt oft für deutlich bessere Bedingungen als im Tal oder in dichter Bebauung. So werden auch mit einfacher, solider Funktechnik erstaunliche Reichweiten möglich, ganz ohne Relais, Mobilfunknetz oder sonstige Infrastruktur.
Besonders spannend wird es, wenn Fernverbindungen, sogenannte DX-Verbindungen, zustande kommen. Genau dann zeigt sich, was mit einem guten Standort, einer passenden Antenne und etwas Geduld alles möglich ist.
Neben einem geeigneten Mobilfunkgerät braucht man beim Bergfunken vor allem eine stabile Stromversorgung. Meist kommt dafür ein Akku zum Einsatz, der genug Reserven für mehrere Stunden Betrieb bietet. Als Antenne wird häufig eine Drahtantenne genutzt, die entweder mit einem Seil in einen Baum gezogen oder an einem GFK-Mast befestigt wird.
Dann fehlen eigentlich nur noch ein Tisch, ein Stuhl, eine volle Snackbox und natürlich viele QSOs in alle Welt.
Funkgeräte für Outdoor, Camping und Freizeit nutzen
Für diesen Einsatzzweck sind vor allem zwei Dinge wichtig: Einfachheit und Portabilität. Akku laden, Gerät einschalten und loslegen. Ob beim Wandern, Camping, Kolonnefahren oder bei anderen Freizeitaktivitäten: Das Funkgerät soll unkompliziert funktionieren und nicht erst einen größeren Aufbau erfordern.
Genau dafür eignen sich vor allem PMR446 und Freenet. Die Geräte sind klein, leicht zu transportieren und haben meist eine ordentliche Akkulaufzeit. Für Gruppen, Familien, Outdoor-Aktivitäten oder einfache Absprachen unterwegs sind sie deshalb oft praktischer als ein klassisches CB-Funkgerät.
Wer zusätzlich flexibel bleiben möchte, kann zu einem Kombi-Handfunkgerät greifen, das sowohl PMR446 als auch Freenet unterstützt. Damit hat man beide lizenzfreien Funkanwendungen in einem Gerät und kann je nach Situation den passenden Bereich nutzen.
Als Einsteiger das erste Funkgerät richtig auswählen
Ich setze an dieser Stelle voraus, dass du dich für den Einstieg in das Hobby Funken interessierst. Wenn es wirklich um das Funkhobby im Jedermannfunk geht, kommt aus meiner Sicht vor allem CB-Funk infrage. PMR446 und Freenet sind praktisch für kurze Absprachen, Outdoor, Camping oder Gruppenkommunikation. Wer aber wirklich ins Hobby einsteigen, Leute kennenlernen und regelmäßig funken möchte, landet meist beim CB-Funk.
Um das richtige Funkgerät auswählen zu können, solltest du zuerst grob klären, was du eigentlich vorhast. Denn davon hängt die sinnvolle Ausstattung stark ab.
Plan 1: Du möchtest von zu Hause aus funken und neue Leute kennenlernen
Wie schon im Abschnitt zur Heimstation beschrieben, gilt auch hier: Lage ist alles. Ohne eigene Ausrüstung kannst du aber natürlich noch nicht sicher einschätzen, wie gut dein Standort wirklich ist.
Eins vorweg: Ich würde für diesen Zweck keine CB-Handfunke kaufen. Persönlich halte ich solche Geräte für den Einstieg von zu Hause aus für wenig sinnvoll, weil sie in der Praxis oft schnell herumliegen und nicht das zeigen, was mit CB-Funk eigentlich möglich ist.
Bevor du Geld ausgibst, solltest du erst einmal herausfinden, ob es in deiner Umgebung überhaupt eine aktive Funkergemeinde gibt. Dafür eignen sich lokale Facebook-Gruppen, Funkforen oder Kontakte aus der Region. Ideal wäre es, wenn du dir von jemandem in deiner Nähe eine kleine Grundausrüstung leihen kannst. So merkst du schnell, ob an deinem Standort etwas geht und ob du überhaupt Stationen hören kannst.
Wenn du direkt starten möchtest, würde ich für den Anfang eher auf eine einfache Grundausstattung setzen:
- ein einfaches CB-Multinormgerät mit mindestens 80 FM-Kanälen und 40 AM-Kanälen, möglichst unter 100 Euro
- ein stabilisiertes Netzteil mit etwa 13,2 bis 13,8 Volt / 3,5 Ampere und ausreichend Stromreserve
- eine einfache Balkonantenne, zum Beispiel eine Boomerang, oder eine kleine Hochantenne wie eine GPA 27
- hochwertiges 50-Ohm-Koaxialkabel, zum Beispiel RG213
- gute PL-Stecker
Wichtig: Verlege das Antennenkabel am Anfang erst einmal provisorisch. Also keine Löcher bohren, nichts dauerhaft montieren und keine großen Umbauten starten. Teste erst ausführlich, was an deinem Standort wirklich möglich ist. Wenn du sicher bist, dass es funktioniert und dir das Hobby gefällt, kannst du immer noch sauber und dauerhaft installieren.
Plan 2: Du möchtest ein Funkgerät ins Auto bauen
Auch beim Einbau ins Auto würde ich erst einmal möglichst einfach und günstig starten. Vor allem würde ich am Anfang keine Löcher ins Auto bohren. Sammle erst Erfahrungen und entscheide dann, ob du später eine feste Installation möchtest
Für den Start reicht meist eine einfache mobile Grundausstattung:
- ein einfaches CB-Multinormgerät mit mindestens 80 FM-Kanälen und 40 AM-Kanälen, möglichst unter 100 Euro
- ein Anschluss für den Bordstrom oder eine saubere Stromversorgung im Fahrzeug
- eine geeignete Freisprechlösung, zum Beispiel VOX, Headset oder eine andere zulässige Lösung
- eine Magnetfußantenne mittlerer Länge, möglichst mittig auf dem Fahrzeugdach montiert
So kannst du ausprobieren, ob CB-Funk im Auto überhaupt zu dir passt. Später kannst du immer noch auf ein besseres Gerät, eine feste Antenne oder einen saubereren Einbau umsteigen. Für den Anfang ist wichtiger, dass du überhaupt ins Funken kommst und Erfahrungen sammelst.